Das Lächeln

Da grinst einen jemand nett an … diese Augen … dieser Blick … dieses tolle Gesicht … … und plötzlich fehlt einem etwas! Und das nicht etwa, weil man sein Herz verloren hätte 😇😳

Das Lächeln

Emmerich kann es kaum glauben,
man hat versucht ihn auszurauben. 
Ach was versucht - es ist geglückt,
und Emmerich ist nicht entzückt. 

Sein gesamtes Portmonee
ist perdu und jot-we-dee.
Das Schicksal werfe Pech und Schwefel 
und bestrafe diesen Frevel. 

Ein Stürmischer im Kinosaal
brachte Emmerich zu Fall. 
Dann tat der Schuft auch noch galant
und reichte helfend seine Hand. 

Beklopfte jovial die Schulter,
als wär‘s ein Ritus, ein okkulter. 
Noch schnell „Entschuldigung“ gelächelt,
dann ist der Lump davongehechelt. 

Ganz kurz noch dachte Emmerich:
Ein nettes Lächeln, finde ich.
Minuten später wurd ihm klar,
dass es wohl eher teuflisch war. 

Du Stinkstiefel, du Tunichtgut ...
der Emmerich, er kocht vor Wut ...
Du Knallcharge, du Heiopei,
du Flegel, Lorbass, Schweinerei. 

Wir merken, seine Schimpfmodule
verunglimpfen nach alter Schule. 
Das zeugt zwar von gewissem Stil,
aber helfen tut‘s nicht viel. 

Und drum, am Ende dieser Zeilen,
seh‘n wir heute, dass zuweilen
auch ein Lächeln ganz am Schluss
nicht immer Gutes heißen muss. 

Der Autor dieses Gedichts hat diese kleine Geschichte nicht selbst erlebt. Er wurde zwar auch schon beklaut, aber nicht dabei angelächelt. Dennoch ist er immer wieder erstaunt, auf wieviele Arten manche Menschen falsch lächeln können. Keine Leistung, auf die die Menschen stolz sein sollten. Aber Knallchargen, Lorbasse und Heiopeis werden leider, anders als diese Begriffe, niemals so ganz aussterben.

Und schon ist es wieder 23:15 Uhr und ich sollte eigentlich schon Heia machen 😂. Will sagen: Nächsten Sonntag gibt es ein Überraschungsgedicht, da ich jetzt nicht mehr zu einer tiefgreifenden … okay, sinnvollen Vorankündigung in der Lage bin. Bis denn 👋

2 Gedanken zu “Das Lächeln

  1. ...der Berliner 22. Juli 2019 / 09:49

    Wer kennt es nicht – des Diebstahl´s Graus,
    man wagt sich kaum noch aus dem Haus!
    Der Bösewichte gibt es viele,
    besonders schlimm sind Taschendiebe,
    sie gaukeln Hilflosigkeit vor,
    hauen Dich dann hübsch über´s Ohr!

    Auch hab´ ich ähnliches erlebt,
    in JEDEM ich ´nen Dieb jetzt seh´ !
    Den Geldbeutel stets vor der Brust
    erspar´ ich mir so den Verlust 🤣🤣 !

    G. l. G. Jochen

    Gefällt 1 Person

    • Fjal 24. Juli 2019 / 12:10

      Wenn ich ab und zu in der vollen Innenstadt unterwegs bin, habe ich Geld und Papiere auch im Brustbeutel … … und eine gespannte Mausefalle in meiner Umhängetasche 😂

      Liken

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