Die Allee

Zahnschmerzen sind eine unschöne Sache! Sie verderben einem echt die Laune! Nun ja … Emmerich hat derzeit keine Zahnschmerzen. Das ist gut für ihn. Aber dennoch … … seht einfach selbst 😬:

Die Allee

Samstag früh um Dreiuhrdreißig
ist Emmerich noch ziemlich fleißig. 
Er schrieb ein episches Gedicht,
zu Bett geh‘n kann er jetzt noch nicht. 

So kommt er mit sich überein:
Ein Spaziergang wäre fein. 
Die Schuh, die Jacke und Juchee
geht es raus durch die Allee. 

Doch wie so oft auf dieser Welt
gibt’s da wen, dem das missfällt.
Ein großer Hund fühlt sich gestört,
der auf den Namen Siegfried hört. 

Siegfried hat die halbe Nacht
schon mit Zahnweh zugebracht. 
Das nervt enorm, wie ihr ja wisst,
drum ist er sichtlich angepisst. 

Und nun kommt noch von ungefähr 
jener dicke Mensch daher,
der ihn zu dieser miesen Zeit
reizt in seinem Selbstmitleid. 

Derweil läuft selig ohne Sorgen 
Emmerich im Nebelmorgen ...
bis Siegfried kommt, da ist’s vorbei
mit selig und mit sorgenfrei. 

Emmerich würd lieber geh‘n,
der Hund der knurrt (das ist nicht schön). 
Und er hat Zähne im Gesicht ...
und er ist schnell ... und Emm’rich nicht!

Wie meist so üblich in Alleen
gibt’s da Bäume rumzusteh’n. 
So einer steht ganz zufällich 
direkt neben Emmerich. 

Der Baum knarrt leise als begrüße
er die frische Morgenbriese
und Emmerich in großer Hast
sitzt plötzlich oben auf nem Ast. 

Siegfried reagiert verschnupft 
dass unser Held da raufgehupft 
und dreht noch eine halbe Stunde
unten drunter seine Runde. 

Doch dann im letzten Mondenschein
holt ihn die Langeweile ein. 
Siegfried hebt das Bein und gähnt
und wird ab hier nicht mehr erwähnt.

Der Hund ist fort, der Held benommen
fragt sich, wie er da rauf gekommen.
Die Kletterei und Emmerich,
das passt wie Fisch und Bienenstich.

Beim Aufstieg denkt man leider kaum,
dass auch der Abstieg von dem Baum
für einen guten, runden Schluss
ganz zweifelsfrei erfolgen muss.

Sofern man diesen unterlässt,
sitzt leider man im Astwerk fest.
Das ist genau was unterm Strich
passierte unsrem Emmerich.

Um sechs Uhr früh naht Rettung dann
und die heißt „Hans der Zeitungsmann“.
Der grinst und spricht: „Nimm‘s nicht so schwer!
Ich ruf mal schnell die Feuerwehr.“

Gesagt, getan, tatü tata,
die flinken Helfer sind schon da. 
Der Kerl ist jung, die Leiter lang,
der Abstieg kurz, groß der Empfang. 

Ein Traum für seine Nachbarschaft,
für einen leider alptraumhaft.
Traum oder Alptraum ist nach Lage
eine reine Standpunktfrage. 

Wie war das nochmal? Ach ja: Wer den Schaden hat undsoweiter. Übrigens: Siegfried hat sich später quasi bei Emmerich entschuldigt, indem er ihm einen alten, zerkauten und vollgesabberten Socken geschenkt hat! Und da sage noch einer, Tiere hätten kein Gewissen 😇

Nun heißt es wieder zu warten … auf den Höhepunkt der kommenden Woche: Das Wochenende! Leider gibt es das ja nur ein Mal in jeder Woche 😳. Oh … und natürlich gibt es dann auch wieder ein neues Emmerich-Gedicht! Es geht mal wieder um eines der angesagtesten Hobbys der Menschheit: Einkaufen! Keine ganz einfache Sache heutzutage. 😁

5 Gedanken zu “Die Allee

  1. ...der Berliner 10. Juni 2019 / 10:45

    Na bei Dir – da ist was los!

    Freu´ ich mich auf den Sonntag schon,
    wo es heißt: Der Emmerich
    hat wieder ein neues Gedicht!
    Beschrieben stets von seinem Sein,
    lädt´ manches schon zum schmunzeln ein.

    So wart´ ich ab sechs-sieben Tage
    und werde nicht daran verzagen,
    was ihn wohl demnächst wird ereilen,
    es fällt mir schwer Zeit zu vertreiben!

    G. l. G. Jochen

    Gefällt 1 Person

    • Fjal 16. Juni 2019 / 11:09

      Lieber Jochen, ich freue mich jedesmal wieder sehr, wenn ich einen Kommentar von Dir unter einem meiner Gedichte zu lesen bekomme. Und dann auch noch in so toller, gereimter Form! Danke dafür. Es ist so ein schönes Gefühl, dass jemand sich wegen meiner „Emmerichs“ so eine Mühe macht. Toll, dass Dir die Gedichte gefallen! 🙏😃🌻

      Gefällt 1 Person

  2. Marion 10. Juni 2019 / 11:20

    Mit Genuss gelesen 😌
    Du vermagst die Worte so an- und einzuordnen, dass man beim Lesen nicht anders kann als sich beschenkt zu fühlen.

    Am erstaunlichsten fand ich
    „Die Kletterei und Emmerich,
    das passt wie Fisch und Bienenstich.“ 😄
    Wie könnte man es passender ausdrücken?

    Liebe Grüße und schöne Feiertage
    Marion

    Gefällt 1 Person

    • Fjal 16. Juni 2019 / 11:00

      Liebe Marion, ich möchte einmal ganz herzlich Danke sagen, für die tollen Kommentare, die Du zu meinen Gedichten so schreibst. Ich freu mich wirklich sehr, dass Dir meine „Emmerichs“ gefallen. Danke für Deine Freundlichkeit und Deine Aufmerksamkeit. Wie oft bekommt man diese Dinge schon von jemandem? 🙏😃💚

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      • Marion 16. Juni 2019 / 15:47

        Oh es freut mich, dass meine Kommentare so gut bei dir ankommen. Das ist der Idealfall, finde ich. Diejenigen, die auf einem Blog mitlesen, sollten mögen was sie lesen und sich entsprechend ausdrücken, auch wenn einem nicht alles gefallen kann.
        Du hast einfach eine ganz spezielle Art zu schreiben und bei mir kommt die sehr gut an. Darum folge ich gern.
        Auf bald mal wieder… 😌

        Gefällt 1 Person

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