Die Ampel

Ich versuche gerade zum fünften Mal (!), dieses Gedicht online zu bringen! Danke Wordpad!

Also nochmal: Gerade habe ich auf dem Weg von Hardy nach Hause (fast) genau diese Situation erlebt! Und ich denke, jeder von Euch kennt solche Autofahrer. Emmerich ist halt am Puls der Zeit! Und wehe, jemand behauptet etwas Anderes 😂😘.

Die Ampel

Durch gelbe Farbe angedroht
springt die Ampel um auf rot.
Der PKW vor Emmerich
bremst daraufhin recht wunderlich,
denn die Ampel, die steht heiter
locker fünfzig Meter weiter.

Der Fahrer hat‘s bemerkt und dann
tippt das Gas er zärtlich an,
um diesem Fakt Respekt zu zollen
und fünf Meter vorzurollen
woraufhin genau so prompt
das Bremspedal zum Einsatz kommt.

Aber dort, wo er nun steht,
fühlt er, dass es auch nicht geht
und nur drei Sekunden später
rollt er wieder ein paar Meter
um, ich wag es kaum zu schreiben,
auch gleich wieder steh’n zu bleiben.

Kurz darauf, nur so zum Spaß,
spielt er wieder mit dem Gas,
fährt erneut ein kleines Stück,
bremst dann wieder mit Geschick.
Nochmals fährt und nochmals steht er,
zur Ampel sind’s noch zwanzig Meter.

Emmerich geht zu dem Wagen
um dem Fahrer kurz zu sagen,
dass es wohl ganz sicherlich
für die Sache förderlich,
wenn endlich er nach vorne führe
und so den Kontakt berühre,
der vor Ampeln in den Straßen
doch recht häufig eingelassen.

Denn bei solchem Rumgehampel
steht man lange vor der Ampel.

Es sind dann doch oft die kleinen Dinge, die uns das Leben schwermachen, findet Ihr nicht auch? Fischdosen zum Beispiel oder Obstfliegen (ich hasse Obstfliegen!). Aber auch die anderen Autofahrer! Nervig und überflüssig allesamt. Aber sie sind nunmal da und wir müssen uns mit ihnen abfinden. Dennoch: Auch schlechte Autofahrer können unter Umständen nette Menschen sein. Man darf das Ganze halt einfach nicht so hochsterilisieren … 🤓

Und falls ich jetzt irgendwann endlich herausgefunden habe, wie man hier vernünftig YouTube-Videos einbinden kann, gibt es endlich auch Musik zu sehen. Ich hab da echt was für Euch, da werden Euch die Ohren übergehen! Ganz sicher 🥳

Gaby Kreutzkam: Kunst und Humor

Ich verspreche Euch eines: Ich werde Euch in Zukunft einfach nix mehr versprechen 😇. Dann brauche ich mich auch nicht jedes Mal wieder zu entschuldigen. Das große Problem ist, dass in letzter Zeit einfach viel zu viel passiert, wobei das durchaus auch positive Dinge sind. Ich erwähnte ja (glaub ich) bereits, dass Hardy und ich nach zwanzig Jahren keuscher Lebensführung in 80 km voneinander entfernten Wohnorten daran dachten, zusammenzuziehen. Wir kauften als absolut erste Anschaffung, um die Ernsthaftigkeit unserer Absicht zu untermauern, zwei Bilder für unsere neue Wohnung (die wir ja noch gar nicht hatten). Zu den Bildern komm ich dann gleich. Mittlerweile jedenfalls fiel uns passend zu eben diesen Bildern auch eine wunderschöne neue Wohnung quasi in den Schoß. Wir beide hatten so unglaublich viel Glück, dass wir es immer noch kaum glauben können. Dann kamen die Termine: Kennenlerngespräch mit dem Vermieter, zweite Wohnungsbegehung, Mietvertrag unterschreiben, freundliche Menschen in Küchenstudios, freundliche Menschen in Möbelhäusern, Schlüsselübergabetermin, Vermessungen, Zeichnungen, freundliche Gespräche über ellenlange Lieferzeiten, noch mehr Möbelhäuser … na ja. Es ist jedenfalls alles Andere als langweilig.

Aus diesem Grund wird dieser Blog in nächster Zeit etwas flexibler gestaltet. Weiterhin gibt es mindestens einen Beitrag die Woche, wenn ich es schaffe auch zwei. Es werden oft Gedichte sein, aber auch mal was Anderes. Mit meinen Gedichten muss ich ohnehin etwas haushalten, denn die fertigen Werke sind mittlerweile fast alle veröffentlicht … und ich schreib ja nicht jede Woche ein neues Gedicht 😁. Na ja, dazu werde ich dann aber nochmal was sagen, wenn es soweit ist.

Aber jetzt kommen wir endlich zurück zu den Bildern und damit zu einer absolut charmanten Malerin:

Gaby Kreutzkam

Klischeehaft, wie wir nun einmal sind, besuchten wir in unserem bereits mehrfach erwähnten Dänemark-Urlaub eine Galerie in Lønstrup und von dieser Wand hier kamen wir einfach nicht mehr weg:

Ich kann gar nicht so richtig festmachen, woran es lag, aber diese Bilder sind so wunderbar fröhlich (auf vielen Bildern sind die für Lønstrup typischen Schafe zu sehen … sie verhalten sich allerdings nicht wirklich immer sonderlich „schafig“ 😀). Erstmal sind wir dann zwar weitergegangen, aber wir kamen immer wieder zu dieser Wand zurück und plötzlich stand fest: Sowas brauchen wir in unserer gemeinsamen Wohnung! Ein Bild, dass uns glücklich macht und uns an schöne Zeiten erinnert … und es sollten unbedingt Schafe mit drauf sein! Dieses Bild ist es dann geworden:

Der Leuchtturm, den man auf sehr vielen von Gabys Bildern sieht, heißt übrigens Rubjerg Knude. Er ist in einer riesigen Wanderdüne versandet und liegt nahe Lønstrup.

Nachdem wir in unser Ferienhaus zurückgekehrt waren, besuchten wir Gabys Homepage http://www.kreutzkam.eu. Gaby Kreutzkam ist eine deutsche Malerin, die ein sonniges Wesen hat und die Dänemark (eben halt vor allem die Gegend um Lønstrup) liebt. Mit ihren Bildern möchte sie Freude machen, ganz nach ihrem Motto „Freude ist das Leben durch einen Sonnenstrahl betrachtet“ und in meinen Augen schafft sie genau das.

Auf Ihrer Homepage jedenfalls kann man noch jede Menge mehr Bilder und Zeichnungen finden. Ein fröhlicher Blumenstrauß. Wir haben einen ganzen Abend damit zugebracht, die ganzen Bilder anzuschauen. Und dann entdeckten wir plötzlich dies hier:

Ein paar E-Mails und einen Besuch später war dieser Hingucker dann auch in unseren gierigen Händen und wartet jetzt auf einen Ehrenplatz in unserem neuen Domizil.

Und wenn jemand von Euch jetzt ein wenig gute Laune nötig hat, dann rate ich dringend zum Besuch von Gabys Homepage http://www.kreutzkam.eu. Einfach die Bilder anschauen. Spätestens bei der rollschuhlaufenden Kuh oder den wegwehenden Schafen geht es Euch wieder gut 👍🥰.

Alternativ könnt Ihr natürlich auch noch ein paar ältere Emmerich-Gedichte lesen 😇. Das nächste kommt dann voraussichtlich kommenden Sonntag.

Lieben Gruß 👋

Das Trampolin

Okay … man sollte es vielleicht nicht glauben … aber ich habe es mehr oder weniger vergessen. Tatsächlich ist mir der letzte Sonntag quasi völlig durch die Finger gerutscht. Bei Hardy und mir passieren derzeit derartig viele Dinge, die für mich einfach vollkommen lebensverändernd sind, dass ich selber irgendwie nicht mehr mitkomme. Letzten Sonntag gab es also kein Gedicht, weil ich einfach nicht daran gedacht habe. Aber heute gibt es eins. Und an Gaby Kreutzkam und die Musikvideos denke ich auch. Es verschiebt sich halt alles nur irgendwie ein wenig 😁.

Jetzt aber endlich: Ein neues Gedicht!

Das Trampolin

Emmerich ist weg und hin,
denn dieses Minitrampolin
verspricht (nebst viel Ertüchtigung)
figürliche Berichtigung. 

Drum wird nicht lange überlegt,
die Zweifel rasch hinweggefegt,
worauf ein neues Hüpfgerät
bei Emmerich im Zimmer steht. 

Sogleich packt wilder Ehrgeiz ihn,
er steigt hinauf aufs Trampolin
und schwingt die alten Emm‘rich-Glieder 
auf der Gerätschaft auf und nieder. 

Doch Emmerich als echter Mann
weiß, dass man nicht nur schwingen kann. 
Der Kitzel ist vor allen Dingen
mit Anmut auf dem Teil zu springen. 

Ein Federteil erreicht sodann 
die Grenze dessen, was es kann. 
Es zieht sich qualvoll in die Länge,
ein Ende rutscht aus dem Gestänge
und Emmerich, fast feengleich,
erreicht den Boden, der nicht weich. 

Wie er so liegt, da schaut er hin
zum schlaffen Minitrampolin,
wo er ein kleines Schild erspäht,
auf dem in rot geschrieben steht
als Warnhinweis der schöne Satz:
Belastbar: 90 Kilo max.!

Doch Emmerich sein Kampfgewicht 
hält sich an diese Grenze nicht. 
Es ist, soweit ich sagen kann,
nicht mal besonders nahe dran. 

Kommt es dir also in den Sinn
zu hüpfen auf nem Trampolin,
oder möchtet ihr zu Vieren
eine Schaukel ausprobieren,
merkt euch das, was ich jetzt sage,
es gilt in jeder Lebenslage:

Überschreitet nie zu weit
die Grenzen der Belastbarkeit!

Sport und Belastbarkeit sind halt zwei Dinge, die unbedingt zusammengehören. Aber die Belastbarkeit an sich hat nicht immer auch mit dem Sport zu tun! Also: Ob Ihr nun sportlich seid oder eben nicht … Belastbarkeit hat immer ihre Grenze. Macht halt, wenn Ihr sie erreicht habt. Man kann sie überschreiten, aber tut Ihr das zu oft, wird es sich rächen. 🤓

Und als Nächstes folgt jetzt endlich und tatsächlich eine tolle und humorvolle Malerin: Gaby Kreutzkam. In ein paar Tagen geht es ab 🥰

Dänische Ansichten

Meine Güte … schon wieder Samstag. Im Moment geht es bei uns immer noch ein wenig drunter und drüber. Aber das wird auch wieder anders. In jedem Fall gibt es morgen etwas später am Abend ein neues Gedicht. Und heute gibt es erst mal was auf die Augen 👀. Zum Vergrößern gerne mal auf das Bild klicken … oder tapsen … oder so 👇😀

Ich hoffe, die kleine Auswahl gefällt Euch. Ich liebe Dänemark 🥰

Bis Morgen 👋

Heute kein Gedicht

Hallo Ihr Lieben,

heute ist leider nicht die Zeit für ein Emmerich-Gedicht. Am letzten Mittwoch ist leider mein Schwiegervater, ein sehr lieber Mensch, verstorben. Aus diesem Grund werde ich heute kein Gedicht veröffentlichen. Ihr werdet das sicher verstehen.

Im Lauf der kommenden Woche wird es ein paar Dänemark-Fotos geben, kommenden Sonntag dann ein neues Gedicht und in der darauffolgenden Woche stelle ich Euch die Künstlerin Gaby Kreutzkam vor.

Bis dahin, ganz liebe Grüße

Euer Fjal

Die Parfümerie

Hallo Ihr Lieben, da bin ich wieder. Dänemark war wunderschön, aber leider viel zu schnell vorbei. Jetzt bin ich wieder zu Hause und vermisse das Meer. Und ich hoffe, das Meer vermisst mich auch … na ja, vielleicht ein kleines Bisschen 😉. Im Lauf der nächsten Woche stelle ich mal ein paar Dänemark-Fotos ein, dann werdet Ihr mich verstehen. Außerdem haben wir dort auch ein paar wundervolle Bilder gekauft. Ich würde Euch die Künstlerin hier ganz gerne mal vorstellen, muss sie aber erst noch fragen.

Wechseln wir das Thema, kommen wir zu Emmerich 🥰: Wie jeder Mensch riecht auch unser Emmerich gerne gut … okay, in Ordnung, vielleicht gibt es da die ein oder andere olfaktorische Entgleisung, aber im Allgemeinen gehe ich davon aus, dass Menschen gerne gut riechen. Schließlich gäbe es sonst nicht so viele Parfümerien. Und genau eine solche sucht Emmerich heute auf … oder heim! Das kommt ganz auf die Sichtweise an 😁.

Die Parfümerie

Den guten Duft für ihn und sie,
den gibt‘s in der Parfümerie.
Und grad sieht man durch deren Türen
den Emmerich hereinspazieren. 

„Ich bin“, spricht er, „schon über vierzig,
mein Duft sei daher männlich-würzig!“
(wobei er nebenbei vergisst,
dass er mehr „über fünfzig“ ist!)

Es lächelt die Verkäuferin
und sie hält ihm ein Fläschchen hin. 

Der Duft riecht wirklich heftig zedrig,
im Abgang ziemlich scharf und ledrig.
Vielleicht wär‘s gut in diesem Sinn,
es wär ein wenig Süße drin!

Da lächelt die Verkäuferin 
und sie hält ihm ein Fläschchen hin.

Jasmin und Veilchen, dann noch Rose ...
nein, das geht kräftig in die Hose!
Das lassen wir wohl besser sein,
da muss dann doch mehr Frische rein. 

Da lächelt die Verkäuferin
und sie hält ihm ein Fläschchen hin. 

Nun gut, das riecht zwar schon ganz frisch,
erinnert leicht an Meer und Fisch.
Doch schöner als die Strandgewichtung
wär noch die fruchtig-frische Richtung. 

Das Lächeln der Verkäuferin
friert ein, sie hält ein Fläschchen hin.

Sehr schön, Zitrone kommt recht gut,
doch Mint mit Moschus, das braucht Mut
… und ehrlich mal, die Basisnote,
riecht schwer nach nasser Hundepfote. 

Das Lächeln der Verkäuferin
wirkt falsch, sie hält ein Fläschchen hin.

Auch unsrem lieben Emmerich
ist schon ein wenig schwindelich. 
„Der Duft hier, meine gute Frau,
der gleicht dem ersten haargenau!“

Die pissige Verkäuferin 
zeigt Zähne, hält ein Fläschchen hin. 

Doch Emmerich fehlt jetzt der Schwung
durch Nasendienstverweigerung.
Leicht schwankend geht er aus dem Laden
um sich zu Hause heiß zu baden. 

Und die Verkäuferin Frau Beer,
die lächelt grad mal gar nicht mehr. 

Es ist oft schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Aber ich kann hier doch Entwarnung geben: Nachdem er mehrere Parfümerien (inklusive einer weiteren Verkäuferin und zweier Verkäufer) durch hatte, hat Emmerich dann ja doch noch „sein“ Parfum gefunden. Ich verrate aber nicht, welches! 😇

Wie immer: Nächste Woche, neues Gedicht! 👍. Aber ich hatte Euch ja auch noch eine kleine Neuerung versprochen … und es sind sogar zwei: Zum Einen werde ich in Zukunft unregelmäßig Beiträge über irgendwelche Emmerich-fernen Dinge posten, die für mich etwas Besonderes waren … wie zum Beispiel der Urlaubs-Bilderkauf. Aber wer weiß: Vielleicht gibt es auch mal ein Rezept oder einen besonderen Song oder wasauchimmer … also keine Angst, ich werde hier jetzt nicht anfangen zu singen! Ich meine natürlich Songs von renovierten 🥳 Künstlern. Und als Zweites: Ich bin immer noch daran, einen YouTube-Kanal mit Gedichtlesungen ins Leben zu rufen. Die kläglichen Anfänge sind schon online, aber für eine richtige Ankündigung ist er (also der Kanal) noch nicht bereit. Aber bald! 🍀

Die Interpretation

Diese Situation, in der man auf ein Fremdwort oder eine ausländische Bezeichnung stößt, mit der man nix, aber auch so gar nix anfangen kann! Das Hirn spielt verschiedenste Möglichkeiten innerhalb von Sekundenbruchteilen durch … und dann beginnt die Idee einer Erklärung oder Übersetzung dieses Mysteriums im Kopf hell zu leuchten … … … aber … sie ist vollkommen verkehrt! 😂

Das folgende kleine Gedicht beruht auf wahren Begebenheiten.

Die Interpretation

Emmerich sieht dann und wann
die Welt ein wenig anders an
wobei er dann ganz ungeniert
recht frisch drauflos interpretiert. 

Eine Firma, die im Land
unter „Slurry Pumps“ bekannt,
transformiert durch Emm‘richs Blick
in eine Frauenschuhfabrik.

Doch wäre es ganz gut, wenn man
richtig übersetzen kann
und so erkennt, dass es konkret
hier um Güllepumpen geht!

„Euro-Pallets“ sind ganz schlicht
eine Sache sicher nicht:
Diese kleinen Glitzerdinger,
die man mit geschicktem Finger
tackert unten oder oben
auf pompöse Abendroben.

Auch hier irrte Emmerich
sich wirklich ziemlich eindrücklich,
wie vor Wochen, als der werte 
Emmerich ganz ernst erklärte,
Opernstar Migenes wäre
im Singen eine Konifere.

Doch breiten wir am End des Reigens
darüber rasch das Fell des Schweigens. 
Schon gut … ein Mantel … wie auch immer,
„Konifere“ ist viel schlimmer!

So kann es einem gehen, wenn man gesundes Halbwissen über gezieltes Nachschauen stellt! Die Reihenfolge ist wichtig: Erst gewiss sein, dann reden! Obwohl: Lustig ist es meist allemal 😁. Und eigentlich wären solche kleineren Fehlinterpretationen ja auch gar nicht so schlimm, wenn die Leute nach so einer „Offenbarung“ nicht immer gleich so rumkreischen und albern vor sich hingackern würden, sondern sich einfach etwas ziselierter benähmen! 🤓

So, Ihr Lieben! Nach exakt 24 Gedichten gönnt sich der Dichter seinen wohlverdienten Sommerurlaub! Es geht nach Dänemark 🇩🇰 … völlig ohne Internet und LAN und sonstigem neumodernen Kram, direkt ans Meer mit meinem Herzblatt und einigen echten Büchern. Das nächste Gedicht erscheint am Sonntag, den 25. August 2019 und vielleicht gibt es einige kleinere Neuigkeiten dazu. Ich würde mich irrsinnig freuen, meine Lieblingsfollower und vielleicht auch noch den ein oder anderen Neuzugang an diesem Tag hier wiederzusehen! Bis dahin wünsche ich Euch eine fantastische Zeit und viele viele schöne Erlebnisse 🥰.

Das Lächeln

Da grinst einen jemand nett an … diese Augen … dieser Blick … dieses tolle Gesicht … … und plötzlich fehlt einem etwas! Und das nicht etwa, weil man sein Herz verloren hätte 😇😳

Das Lächeln

Emmerich kann es kaum glauben,
man hat versucht ihn auszurauben. 
Ach was versucht - es ist geglückt,
und Emmerich ist nicht entzückt. 

Sein gesamtes Portmonee
ist perdu und jot-we-dee.
Das Schicksal werfe Pech und Schwefel 
und bestrafe diesen Frevel. 

Ein Stürmischer im Kinosaal
brachte Emmerich zu Fall. 
Dann tat der Schuft auch noch galant
und reichte helfend seine Hand. 

Beklopfte jovial die Schulter,
als wär‘s ein Ritus, ein okkulter. 
Noch schnell „Entschuldigung“ gelächelt,
dann ist der Lump davongehechelt. 

Ganz kurz noch dachte Emmerich:
Ein nettes Lächeln, finde ich.
Minuten später wurd ihm klar,
dass es wohl eher teuflisch war. 

Du Stinkstiefel, du Tunichtgut ...
der Emmerich, er kocht vor Wut ...
Du Knallcharge, du Heiopei,
du Flegel, Lorbass, Schweinerei. 

Wir merken, seine Schimpfmodule
verunglimpfen nach alter Schule. 
Das zeugt zwar von gewissem Stil,
aber helfen tut‘s nicht viel. 

Und drum, am Ende dieser Zeilen,
seh‘n wir heute, dass zuweilen
auch ein Lächeln ganz am Schluss
nicht immer Gutes heißen muss. 

Der Autor dieses Gedichts hat diese kleine Geschichte nicht selbst erlebt. Er wurde zwar auch schon beklaut, aber nicht dabei angelächelt. Dennoch ist er immer wieder erstaunt, auf wieviele Arten manche Menschen falsch lächeln können. Keine Leistung, auf die die Menschen stolz sein sollten. Aber Knallchargen, Lorbasse und Heiopeis werden leider, anders als diese Begriffe, niemals so ganz aussterben.

Und schon ist es wieder 23:15 Uhr und ich sollte eigentlich schon Heia machen 😂. Will sagen: Nächsten Sonntag gibt es ein Überraschungsgedicht, da ich jetzt nicht mehr zu einer tiefgreifenden … okay, sinnvollen Vorankündigung in der Lage bin. Bis denn 👋

Der Sommer

Emmerich hat vier Lieblingsjahreszeiten und zu jeder davon seine recht eigene Betrachtung. Dieses Mal widmen wir uns passenderweise dem Sommer!

Der Sommer

Der Sommer, denkt sich Emmerich,
ist so richtig was für mich. 

Wonnigheiß die Sonne strahlt
auf blauen Himmel und Asphalt,
liegt wabrigdampfend auf den Wegen,
treibt Kinderlachen dir entgegen. 

Die Luft gefüllt mit Wasserspritzern,
die in allen Farben glitzern
und tausend kleine Regenbogen
kommen durch die Luft geflogen. 

Strohhutträger, Hummelbrummen,
Honigdüfte, Bienensummen,
Mückensausen, Kressekeimung:
Sommertagsbegleiterscheinung. 

Zartschmelzend liegt im warmen Sand 
eine Kugel Eis am Strand,
heiß beweint und doch verloren
hängt bald der Rest an Hundeohren.

Cafébestuhlung brechendvoll,
Leutegucken supertoll,
Waldmeisterbrause eisgekühlt,
ein Jemand der Gitarre spielt. 

Waldwindspiel in Blätterbäumen,
im Schatten sitzend bücherträumen,
nackte Füße, bachgekühlt,
rauhe Rinde, handbefühlt. 

Der Sommer, denkt sich Emmerich,
ist so richtig was für mich,
mit Fächerkühlung, Rollerpesen,
Feldsalat und draußenlesen. 

Also ich bin ja mehr der Frühlings- und Herbstmensch. Sommer ist zu heiß und Winter zu kalt 😁. Obwohl … seit dieser Klimawandelei kann man sich da ja auch nicht mehr wirklich sicher sein. Wie auch immer: Schönes gibt es in jeder Jahreszeit. Und Emmerich findet es. Beneidenswert.

Seid Ihr schon mal angelächelt worden und musstet hinterher feststellen, dass dieses Lächeln mehr ein hämisches Grinsen gewesen sein muss? Ja? Das wäre ein Zeichen, dass Ihr vornehmlich an das Gute im Menschen glaubt. Nächstes Mal gerät Emmerich in eine solche Situation, aber ich kenne ihn: Er wird weiterhin an das Gute im Menschen glauben. Das ist nunmal seine Art. In dem Gedicht kommt übrigens das Wort „Heiopei“ vor …. doch, doch … das ist ein Wort 😁. Tja … herrliche Zeiten waren das … damals 😂

Das Schwarze

Es soll ja Leute geben, die gehen gerne zum Arzt. Emmerich gehört eindeutig nicht zu dieser Gattung Mensch. Man könnte ja etwas feststellen, das über einen Männerschnupfen hinausgeht …

Das Schwarze

Emmerich steht nackt und bloß
vorm Hautarzt, dessen Auge groß
durch eine Lichterlupe blickt. 
Emmerich macht das verrückt!
Er wird nicht gern auf diese Art
so gänzlich schamlos angestarrt. 

"Hui", sagt der Arzt um schaut bedenklich,
dem Emmerich wird plötzlich kränklich,
"da ist was Schwarzes, sieht schlecht aus,
das schneiden wir wohl besser raus. 
Komm se in zwei Wochen her,
dann ziehn wir das aus dem Verkehr."

Jetzt heißt es warten, Stund um Stund,
erst auf den Schnitt, dann den Befund. 
Doch glaubt mir, dieses lange Warten
hat nicht so schöne Eigenarten. 
"Dies schwarze Ding", denkt Emmerich 
"ist böse und verbreitet sich!"

So macht sich doch von Zeit zu Zeit
ein dumpfer Schmerz im Kopfe breit,
sein Ohrensausen kommt zurück,
das linke Bein ist etwas dick. 
Mitunter atmet es sich schwer,
vermindert ist auch das Gehör. 

Er ist in letzter Zeit vergesslich 
und sein Magen grummelt grässlich,
nicht zu reden von dem Nacken
und den Gelenken, welche knacken. 
Auch der Verdauungsapparat
schon Besseres geleistet hat. 

Dem Emmerich ist Angst und Bange,
er denkt, er lebt wohl nicht mehr lange. 
Das Schwarze ist schon überall,
es bringt in Kürze ihn zu Fall. 
Und schläft er, sieht er sich im Traum
in einer Urne unterm Baum. 

Doch schlafen tut er nicht mehr viel. 
Er ist nervös und ohne Ziel. 
Dann kommt der Tag als unser Held
zu seinem Doktor wird bestellt. 
Der Gang ist Emmerich sehr schmerzlich,
der Arzt begrüßt ihn ziemlich herzlich. 

"Hallo mein lieber Emmerich,
ihr Aussehn ist ja fürchterlich!
Nun sind sie hier, was ist der Grund?
Wie meinen Sie? ... Ach, ihr Befund. 
Moment ... wo ist er? Ist der weg?
Ach hier: War nur ein Leberfleck."

Die Kraft versagt, es kippt die Welt,
als Emmerich vom Stuhle fällt. 
Der Arzt springt auf, zeigt das Verlangen 
unsren Freund noch aufzufangen. 
Er eilt herbei, doch Emmerich 
begräbt ihn einfach unter sich. 

Nach diesem Tag, wie durch ein Wunder
fühlt Emmerich sich viel gesunder. 
Die Welt ist schön, das Leben toll,
so groß und bunt und wundervoll.  
Doch manchmal, obwohl der jetzt weg,
sieht er den kleinen, schwarzen Fleck. 

Der Fleck, der zeigte ihm schlussendlich:
Das Leben ist nicht selbstverständlich!

Es passieren viele schreckliche Dinge auf der Welt und oft berühren sie uns nicht wirklich. Jeden Tag wird uns vor Augen gehalten, was für ein großes Geschenk unser Leben ist. Und wenn uns schon das Schicksal Anderer meist relativ gleichgültig ist, täten wir vielleicht ab und zu ganz gut daran, uns die eigene Verletzlichkeit ins Gedächtnis zu rufen und unsere Worte und Taten ein wenig mehr an dieser Tatsache auszurichten.

Nächstes Mal betrachten wir uns die zweite von Emmerichs vier Lieblingsjahreszeiten: Den Sommer! Leicht, beschwingt und etwas hitzig 😎